Gerade erhielt ich den Anruf einer Kölner Wirtschaftskanzlei. Den Namen habe ich schon wieder vergessen, da die Dame diesen zum Einen sehr schnell ins Telefon brabbelt und zum Anderen, wenn es wirklich in einer meiner Sachen gewesen wäre, man mir sodann wohl mitgeteilt hätte, um welche genau es sich handeln würde.
Jedenfalls mache man eine Telefonauskunft- /Befragung zu einem Lohnsteuersparmodell bei Menschen zwischen 30 und 50 – nun, da gehöre ich wohl durchaus in den avisierten Personenkreis; jedoch das mit dem Lohnsteuersparen ist bei mir in Ermangelung gezahlter Lohnsteuer so eine Sache. Jedenfalls könne ich die irgendwie in den sozialen Wohnungsbau investieren und so Steuern sparen.
„Prima“, sag ich, „hört sich ja fein an! Nur zahle ich keine Lohnsteuer.“
Nachdem ich ihre Frage, ob ich selbständig sei, bejaht hatte, wies ich die Dame am Telefon noch darauf hin, dass eine Wirtschaftskanzlei eigentlich wissen müsste, dass telefonische Kaltakquise unzulässig ist und es vielleicht nicht so ganz geschickt ist, dann auch noch ausgerechnet Anwälte anzurufen.
Sie meinte, sie habe sich den Hinweis notiert und wolle ihren Vorgesetzten entsprechend informieren. Nun ja … von mir aus.

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