Heute Morgen war ich beim ArbG Koblenz zur Kammerverhandlung. In der Sache war es nichts spektakuläres. Der Arbeitgeber hat es trotz mehrfacher Nachfrage durch die Krankenkasse nicht für nötig befunden, auch mal die Entgeltbescheinigung auszufüllen und rückzureichen, damit mein Mandant endlich mal Krankengeld kriegen kann. Glücklicherweise - zumindest in dem Fall - liegt der Mann im Krankenhaus; so sind das Dach über dem kopf und drei Mahlzeiten täglich zumindest erst mal gesichert.

Von den Anwälten der Gegenseite wurde mir bereits gestern per Fax mitgeteilt, man werde in der Verhandlung nicht auftreten und habe der Mandantschaft empfohlen, die Bescheinigung auszufüllen. Da ich mich auf sowas aber nicht verlassen kann bzw. will und die Sache dann lieber tituliert, also vollstreckbar, haben möchte, bin ich also doch nach Koblenz gefahren, um mir da mein Versäumnisurteil abzuholen - ganz unter uns: die Gegenseite hätte auch schlicht den Anspruch anerkennen können. Das hätte mir die Fahrerei und der Kammer die Verhandlung erspart.

Ganz umsonst war die Fahrerei dann aber doch nicht. Die Vorsitzende nutzte die Gelegenheit, einen der ehrenamtlichen Richter zu vereidigen - bei sowas ist man auch nicht alle Tage dabei :D